Petra

Sommer am See

Freizeit in Estland

Langlauf im Winter - Radeln im Sommer. Estland gehört zu den vielseitigsten Ländern der Welt!
YFU Austria:

Petra, was hast du in deiner Freizeit in Estland gemacht? Mit wem?

Petra:

Ich war oft mit Freunden spazieren, im Winter sowie auch im Sommer. Sie haben mir die Umgebung unseres kleinen Ortes gezeigt und auch kleine Treffpunkte im Wald oder am See. Wenn ich nach Hause kam habe ich meistens mit meiner kleinen Gastschwester und meinem kleinen Gastbruder gespielt. Im Winter habe ich nach der Schule viel Zeit in der Bücherei verbracht und viel gelesen. Natürlich nur Bücher auf Estnisch. Oft war ich auch bei Freunden und wir haben Karten gespielt oder Filme geschaut.
Im Sommer war der beliebteste Ort natürlich der nahegelegene See, zu dem ich mit meinem besten Freund fast jeden Tag geradelt bin. Außerdem hatte ich ein paar Mal die Möglichkeit mit den Jungs aus der Schulband zu musizieren. Das war wirklich schön!

  • Beim Langlaufen.
    Beim Langlaufen.
  • Zusammen mit Freunden beim Laubrechen des Schulgartens Anfang Mai.
    Zusammen mit Freunden beim Laubrechen des Schulgartens Anfang Mai.
  • Mit meiner kleinen Gastschwester nach dem Muttertagskonzert in Tallinn.
    Mit meiner kleinen Gastschwester nach dem Muttertagskonzert in Tallinn.
  • Zusammen mit Freunden (in estnischer Volkstracht) nach dem Järvamaa-Tanzfestival.
    Zusammen mit Freunden (in estnischer Volkstracht) nach dem Järvamaa-Tanzfestival.
YFU Austria:

Wie viel Zeit hattest du in Estland für Hobbys? Wie anders war das im Vergleich zu deinem Leben hier in Österreich?

Petra:

Als Austauschschülerin hatte ich viel mehr Zeit für Hobbys als meine estnischen Mitschüler. Die Schule ging meist jeden Tag bis drei Uhr am Nachmittag oder länger, und meistens bekommt man in fast jedem Fach Hausaufgaben, so dass die meisten Schüler zu Hause auch viel lernen müssen. Ich, im Gegensatz hatte relativ wenig zu tun, und durfte teilweise früher gehen als meine Mitschüler. Demnach hatte ich relativ viel Freizeit, die ich in Österreich nicht in dem Ausmaß habe.

YFU Austria:

Was sind typische Hobbys in deinem Gastland? Hast du sie auch selbst ausprobiert?

Petra:

Als typisches Hobby würde ich auf jeden Fall Volkstanz und Chor bezeichnen. Leider war es mir nicht möglich Volkstanz auszuprobieren, weil die Tanzgruppe schon voll war. Einen Chor gab es an meiner Schule leider auch nicht, aber ich glaube es ist die einzige Schule in ganz Estland, welche keinen Chor besitzt.
Im Winter ist natürlich das Langlaufen die beliebteste Freizeitbeschäftigung. Als Teil des estnischen Sportunterrichts habe ich es auch selbst ausprobiert. Es war gar nicht mal so leicht, aber Ende März konnte ich es schon so halbwegs. Meine Mitschüler rasten an mir aber trotzdem immer noch vorbei.
Kartenspielen ist auch noch typisch. Wenn man in der Pause mal nichts zu tun hat oder auf Familienabenden, spielt man eben Karten. Ich habe viele neue Kartenspiele kennengelernt und find es eigentlich schade, dass in Österreich nur so wenige Leute Karten spielen.

YFU Austria:

Kannst du uns von einer Freizeitmöglichkeit erzählen, die etwas ganz Besonderes für dich war oder die du bisher gar nicht kanntest?

Petra:

Die besonderste Freizeitbeschäftigung für mich waren die wenigen Male, wo ich mit den Jungs der Schulband musizieren durfte. Alle waren so talentiert. Ich habe von ihnen eine Menge über Musik gelernt und unserer gemeinsamer Auftritt am Ende des Schuljahres war ein voller Erfolg. Zusammen mit ihrer Hilfe hatte ich auch die Chance ein eigenes Lied aufzunehmen, was für mich wirklich besonders war.

YFU Austria:

Viele Austauschschüler lernen in ihrem Austauschjahr ein ganz neues Hobbys lieben. Wie war das bei dir?

Petra:

Bei mir war es anfangs das Lesen, da ich zuvor in Österreich so gut wie nie las, in Estland aber immer ein Buch dabei hatte und bei jeder Gelegenheit am Lesen war.
Radfahren war mir anfangs auch eher zu anstrengend, aber nachdem ich im Sommer jeden Tag mindestens 16 Kilometer geradelt war, fing es an mir Spaß zu machen und ich versuche auch jetzt in Österreich mehr Rad zu fahren.