Schüleraustausch Indien

Schüleraustausch Indien
Ein Austauschjahr im Land der Farben

Wohl kein anderes Land verbinden wir so sehr mit Farbenfreude und Exotik wie Indien. Mache dir selbst ein Bild von dieser bunten, aufregenden Welt - im Austauschjahr mit YFU!
Als YFU-Austauschschülerin oder -schüler in Indien lebst du wie ein neues Familienmitglied in einer indischen Familie und besuchst vor Ort die Schule. Dadurch tauchst du ganz in den indischen Alltag ein und schließt neue, internationale Freundschaften!

Falls du im Sommersemster (Jänner/Februar) für ein Semester auf Austausch gehen möchtes, sende uns bitte eine gesonderte Anfrage.

Gastfamilie und Alltag

Die Familie hat in Indien einen extrem hohen Stellenwert, da sie der Mittelpunkt des Lebens ist. Die Familienmitglieder haben meistens ein sehr inniges Verhältnis miteinander und in den Familien gibt es eine klare Rangordnung. Folglich ist deine Gastfamilie für dich der wichtigste Anhaltspunkt während des Austausches in Indien.

Unterschiede gibt es auch im Bereich der Privatsphäre in indischen Familien. So werden z.B. Zimmertüren nur zum Umziehen oder Schlafen geschlossen, denn zu viel Alleinsein kann Besorgnis erregen. In Indien ist besonders der große Respekt vor Älteren zu beachten, egal ob diese Verwandte sind oder nicht. Hier greift wieder das Prinzip einer „gesellschaftlichen Rangordnung", die sich über die lange Geschichte Indiens in der Kultur manifestiert hat. Im Gegenzug dazu werden Jüngere gewissermaßen verhätschelt und verwöhnt. Auch du wirst höchstwahrscheinlich das „kleine Kind" der Gastfamilie sein und viel Fürsorge bekommen.

In den meisten indischen Familien hat der älteste Mann das Sagen und trifft die Entscheidungen. Er arbeitet, während sich die Frau um Haushalt und Kinder kümmert. In vielen Familien ist es für Mädchen nicht üblich, allein das Haus zu verlassen – sei es um Freunde zu treffen, einkaufen zu gehen etc. Für Jungs ist das hingegen meist kein Problem. Dies geschieht nicht aus Boshaftigkeit, sondern schlicht aus Besorgnis und zum Schutz um das Wohl der Tochter.
Darüber hinaus ist es in Indien üblich, dass Haushalte, die es sich leisten können, Hausangestellte haben. Das Verhältnis zwischen dem „Servant" und der Familie kann von Haushalt zu Haushalt variieren: Neben einem freundlich-familiären Verhältnis kann es auch sein, dass es sich auf die Arbeit beschränkt, die Distanz wahrend.

Schule in Indien

In Indien besteht erst seit kurzem eine Schulpflicht von 6 bis 14 Jahren, während derer der Besuch öffentlicher Schulen kostenlos ist. Generell wird Bildung in Indien als das entscheidende Mittel angesehen, um aus der Armut herauszukommen. In der Schule erwarten dich zunächst viele aufregende und vor allem neue Dinge. Beispielsweise wird es eine Schuluniform geben, der Unterricht ist komplett auf Englisch, und das Unterrichtsniveau ist teilweise erheblich höher als in Österreich.

Doch die Schule ist auch der Ort, an dem du die besten Möglichkeiten hast, Kontakte zu knüpfen, da du dort für gewöhnlich die meiste Zeit verbringst. Indische Schüler werden an ihren schulischen Leistungen gemessen, darum wird Schule von ihnen sehr ernst genommen und sie arbeiten hart daran, ihr Pensum zu schaffen und gut zu bestehen.

Über das Land

Indien ist das siebtgrößte Land der Erde. Es wird in 28 Bundesstaaten, 6 Bundesterritorien und das Hauptstadtgebiet gegliedert.
Geografisch betrachtet liegt es in Südasien zwischen dem Arabischen Meer und dem Golf von Bengalen. Im Nordwesten grenzt das Land an Pakistan, im Norden an China, Bhutan und Nepal, sowie im Nordosten an Bangladesch und Myanmar. Die gesamten Außengrenzen haben eine Länge von über 14.000 km, dazu kommt noch eine Küstenlinie von 7500 km.
Mit fast 1,2 Milliarden Einwohnern ist Indien nach China der zweitbevölkerungsreichste Staat der Erde. Die Bevölkerungsdichte beträgt 349 Menschen pro km². Nicht alle Landesteile sind jedoch dicht besiedelt, vielmehr ist die Bevölkerung höchst ungleichmäßig verteilt.

Das Klima in Indien ist sehr vielfältig. Im Himalayagebiet über 5500 m liegt Schnee, während im Süden in der Stadt Chennai (Madras) die Temperaturen zwischen 20 und 40 Grad schwanken. In den nördlichen Tiefebenen werden es von Dezember bis Januar 10-15 Grad sein und im Sommer sind zwischen April und Juni 40-50 Grad möglich. Im Süden ist es ganzjährig heiß, aber die Temperaturen sind konstanter. Mit Ausnahme der Bergregionen herrscht in Nord- und Zentralindien vornehmlich subtropisches Kontinentalklima, im Süden und in den Küstengebieten dagegen ein maritim geprägtes tropisches Klima. Der Niederschlag wird in ganz Indien vom Indischen Monsun beeinflusst. Es gibt den Südwest- oder Sommermonsun, welcher fast überall im Juni einsetzt, bis September oder Oktober andauert und ergiebige Niederschläge bringt.

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