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Schüleraustausch Südkorea
Ein Austauschjahr mit vielen Facetten

Nicht erst seit K-Pop auch bei uns die Charts gestürmt hat, übt Südkorea auf viele Jugendliche eine besondere Faszination aus. Im Austausch mit YFU kannst du dieses spannende Land im fernen Osten ganz persönlich kennenlernen!

Als YFU-Austauschschüler*in in Südkorea lebst du wie ein neues Familienmitglied in einer südkoreanischen Familie und besuchst vor Ort die Schule. Dadurch tauchst du ganz in den südkoreanischen Alltag ein und schließt neue, internationale Freundschaften!

Gastfamilie und Alltag

Sowohl die Eltern als auch die Kinder einer südkoreanischen Familie sind oftmals den ganzen Tag aus dem Haus und treffen sich erst zum gemeinsamen und ausgiebigen Abendessen wieder zu Hause. Während die Eltern zur Arbeit gehen, verbringen viele Kinder ihre Zeit bis abends in der Schule.

In Südkorea wirst du statt „Wie geht es dir?" öfters die Frage hören „Hast du schon gegessen?". Ein ausgiebiges Essen wird in Korea als Grundlage für allgemeines Wohlbefinden gesehen, und ein satter Mensch ist demnach auch ein glücklicher Mensch. Das südkoreanische Nationalgericht nennt sich „Kimchi" und ist scharf eingelegtes Gemüse. Oftmals werden auch speziell zubereitete Fleischgerichte, besonders gerne Rindfleisch, oder Meeresfrüchte zum Essen gereicht. Neben der obligatorischen Reisportion gehört zu jedem Gericht auch eine Suppe, und in der Regel werden alle Mahlzeiten warm gegessen.

Untereinander und besonders übereinander machen die Koreaner*innen gerne Witze, und die knappe Zeit für Freizeitaktivitäten wird intensiv genutzt. Oft geht man dann gemeinsam shoppen und im Anschluss daran essen. 

Die zentrale Freizeitaktivität der emotionalen Koreaner*innen ist Karaokesingen. Karaokebars, die beinahe an jeder Straßenecke zu finden sind, locken regelmäßig Singbegeisterte aus allen Generationen und animieren dazu, sowohl die neuesten nationalen Hits, als auch ältere Lieder der 80er und 90er zum Besten zu geben.

Schule in Südkorea

 Nach den ersten neun Schuljahren endet die allgemeine Schulpflicht. Allerdings nimmt ein sehr großer Teil der Schüler die Chance wahr, für weitere drei Jahre die Oberschule zu besuchen. Die Bildung genießt in Südkorea einen sehr hohen Stellenwert. Die staatlichen Ausgaben für das Bildungswesen nehmen den drittgrößten Etatposten ein. Zusätzlich geben die leiblichen Eltern der südkoreanischen Kinder bereitwillig Geld für die Weiterbildung ihrer Kinder aus.

Der reguläre Schultag endet in Korea zumeist nach sechs bis acht Stunden. Während dieser Zeit ist es an fast allen Schulen Pflicht, eine Uniform zu tragen. Viele deiner Mitschüler*innen werden die Zeit nach dem regulären Unterricht bis abends zum Lernen nutzen. Das Verhältnis zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen ist in Südkorea von einer gegenseitigen Herzlichkeit geprägt. Obwohl die Lehrer*innen von den Schüler*innen als Respektpersonen angesehen werden, machen beide Seiten gerne Späße über die jeweils andere Partei und amüsieren sich anschließend köstlich.

Über das Land

Die Republik Korea erstreckt sich auf einer Fläche von knapp 100.000km² südwestlich von Japan und ist Heimat für über 50 Millionen Menschen. Da Korea in einer gemäßigten Klimazone liegt, gibt es dort ähnlich wie hier vier unterschiedliche Jahreszeiten. Allerdings zeichnet sich das südkoreanische Klima durch einige Besonderheiten aus. Im Frühling bläst zum Beispiel der „Gelbe Wind“ Staub aus der Wüste Gobi über das Land und im Sommer erfolgen heftige Monsunregenfälle. Da zwei Drittel Südkoreas bewaldet sind und über 70% des Landes gebirgig, konzentriert sich die Bevölkerung auf einige Ballungszentren.

Mit 10 Millionen Einwohnern ist Südkoreas Hauptstadt Seoul die mit Abstand größte Stadt. Das Ballungszentrum um die Metropole ist mit über 23 Millionen Einwohnern der zweitgrößte Ballungsraum der Welt. Die zwei größten Religionen des Landes sind der Buddhismus und das Christentum.

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