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Schüleraustausch Finnland
Ein Austauschjahr im Land der tausend Seen

"Wer Finnisch lernen kann, kann alles lernen!", das meint zumindest der finnische Friedens-Nobelpreisträger Martti Ahtisaari. Keine schlechten Aussichten, oder? Immerhin hat es mit dem Finnischlernen schon bei unzähligen YFU-Austauschschülerinnen und -schülern bestens geklappt. Entdecke auch du Finnland als Austauschschülerin bzw. Austauschschüler und lerne noch viel mehr kennen als Elche, Seen und Saunen!

Als YFU-Austauschschülerin oder -schüler in Finnland lebst du wie ein neues Familienmitglied in einer finnischen Familie und besuchst vor Ort die Schule. Dadurch tauchst du ganz in den finnischen Alltag ein und schließt neue, internationale Freundschaften!

Gastfamilie und Alltag

Wie in jedem Land gibt es auch in Finnland keine ,,typische'' Gastfamilie. Viele Familien leben in größeren Apartmentanlagen in Städten und fahren am Wochenende zum Beispiel in ihr Sommerhaus aufs Land. Oft haben beide Elternteile einen langen Arbeitstag, und es wird von den Kindern erwartet, dass sie im Haushalt mithelfen. Dabei ist es ganz normal, dass der Mann auch mal das Bügeleisen oder den Kochlöffel in die Hand nimmt, denn Geschlechtergleichheit wird in Finnland groß geschrieben.


Generell gelten die Finnen als fleißige, gewissenhafte und gebildete Menschen, die Wert auf Ehrlichkeit, Pünktlichkeit und Verantwortung bzw. Respekt gegenüber der Natur legen.
Auf den ersten Blick mögen die Finnen eher schüchtern und zurückhaltend auf dich wirken. Emotionen werden hier nur sehr selten offen gezeigt – man sollte dies jedoch nicht gleich als unhöflich auffassen. Es ist einfach die finnische Art. Wenn es nichts wichtiges zu sagen gibt, wird auch nichts gesagt, sondern die sogenannte ,,finnische Stille'' genossen. Sagt ein Finne jedoch etwas, meint er es auch so. Dies wirst du spätestens merken, wenn du dort Freunde gefunden hast.

Jugendlichen wird in Finnland sehr viel Freiheit eingeräumt, da es ein relativ sicheres Land ist. Im Gegenzug übernehmen sie Verantwortung für das, was sie tun, und ein gewisses Maß an Eigeninitiative wird von den Eltern vorausgesetzt.

Schule in Finnland

Das finnische Schulsystem zählt zu den weltweit besten und beweist dies immer wieder in der jährlichen PISA-Studie. Das Schuljahr beginnt Mitte August und endet im Juni des Folgejahres. Ähnlich wie in Österreich gibt es Herbst-, Weihnachts- und Semesterferien. Das Schuljahr unterteilt sich in fünf bis sechs kleinere Abschnitte. Während jedes Abschnittes hast du die Möglichkeit, neue Kurse zu wählen. Zusätzlich zu den typischen Schulfächern haben viele Schulen eine große Auswahl an Fremdsprachenangeboten, sowie Computerkurse und Kunst-, Musik-, Wirtschafts- und Sportunterricht. Am Ende jedes Abschnitts gibt es eine Testwoche, in der du dein neu erlerntes Wissen anwenden kannst.

Es ist normal, dass dich die Sprache zu Anfang gerade in der Schule vor Herausforderungen stellen wird. Aber wenn du motiviert bist, dich diesen zu stellen, wirst du merken, wie schnell diese dank täglicher Übung zu erlernen ist!

Ein normaler Schultag hat zwischen 6 und 8 Stunden. Während der Mittagspause gibt es eine kostenlose, gesunde, warme Mahlzeit für alle Schüler.

Über Finnland

Finnland liegt in Skandinavien und ist mit einer Fläche von 338.000 m² Westeuropas sechstgrößtes Land. Mit einer Einwohnerzahl von 5.4 Millionen ist es nur sehr dünn besiedelt. 78% der Menschen leben in Städten, aber die Natur ist nie weit weg, und häufig fühlt man sich auch in der Stadt in einer eher ländlichen Umgebung wieder.
Mit ungefähr 189.000 Seen aller Größen und einem dichten Waldwuchs, der 72% der Fläche bedeckt, ist Finnland eines der umweltfreundlichsten Länder Europas.
Die Finnen leben im Einklang mit der Natur und den Jahreszeiten: Sowohl die kalten Winter, die bunte Herbstzeit oder die milden Sommer haben ihren eigenen Charme.

"Liebes Tagebuch, Teil 1"
Austausch unter Dramaqueens, Musikgenies und Schauspielern.
- Steven
Steven verbrachte mit YFU ein Austauschsemester in Finnland. Er erzählt über seinen Spaß mit 27 Regel- und Ausnahmefällen der finnischen Grammatik, auferzwungene Gesprächslosigkeit und den jährlichen Maturantenrausschmiss an seiner Schule.
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