Austauschjahr in Südafrika

Austauschjahr in Südafrika
Schüleraustausch inmitten kultureller Vielfalt

Verbringe ein Jahr in der "Rainbow Nation" und entdecke die vielfältige Kultur und die Naturwunder Südafrikas!

Als YFU-Austauschschülerin oder -schüler in Südafrika lebst du wie ein neues Familienmitglied in einer südafrikanischen Familie und besuchst vor Ort die Schule. Dadurch tauchst du ganz in den südafrikanischen Alltag ein und schließt neue, internationale Freundschaften!

Gastfamilie und Alltag

Südafrikanisches Familienleben ist geprägt von der kulturellen Vielfalt der Bevölkerung, die sich wiederum in vielfältigen, oft sehr unterschiedlichen Lebensstilen widerspiegelt.
Viele Familien sind sehr groß und kinderreich; manchmal leben viele Familienmitglieder zusammen in einem Haus. Familienfeste sind beliebt und Teil des sozialen Lebens. In der Woche dreht sich alles um die Schule und um die Sport-/Arbeitsgruppen an der Schule. Am Wochenende trifft man sich zu Hause mit Freunden oder geht ins Kino u.a. – je nachdem, wo man ist und was für Möglichkeiten vorhanden sind. Generell verbringen und gestalten die Jugendlichen ihre Freizeit weniger selbstständig als viele Jugendliche bei uns, die im Vergleich in gewisser Weise oft schon sehr losgelöst von der Familie sind. Das Leben in Südafrika spielt sich meistens in der Familie und um das Zuhause ab. Trotzdem bestehen in kleinen Städten sehr freundschaftliche Beziehungen zu den Nachbarn in der eigenen Wohngegend; gegenseitiges Einladen zum Grillen u.ä. ist sehr üblich.

In südafrikanischen Familien gibt es oft viele Regeln, die die Beziehung zwischen Eltern und Kindern bestimmen. Zwischen Eltern und Jugendlichen werden mehr Respekt und weniger Diskussionen erwartet, als es in den meisten Familien bei uns üblich ist. Eltern „behüten" ihre Kinder und fühlen sich so lange für die Angelegenheiten ihrer Kinder verantwortlich, wie sie die Schule oder sogar die Universität besuchen. So lange werden Jugendliche noch wie Kinder behandelt, die wichtigen Entscheidungen treffen die Eltern.

Konservativ ist häufig auch noch die Rollenverteilung unter den Geschlechtern. Um ein paar Beispiele zu nennen: „Tür aufhalten" ist Pflicht für einen Mann, „Essen zubereiten" wiederum Aufgabe der Frau. Der Vater ist allgemein das Familienoberhaupt, Ernährer der Familie und Mann im Haus, er ist auch letzte „Beschlussinstanz" in Familienangelegenheiten.
Südafrikanische Familien haben, wenn sie recht gut gestellt sind, zudem oft eine Hausangestellte, die im Haushalt arbeitet. Sie lebt und isst im Haus – wenn auch meistens nicht mit am Tisch der Familie.

Schule in Südafrika

Das Schuljahr in Südafrika geht von Mitte Januar bis Anfang Dezember und ist in vier Quartale eingeteilt. Religion ist fest in den Schulalltag integriert. Die Schule beginnt gegen 8:00 Uhr morgens, oftmals mit einem Gebet in der ersten Stunde oder auch einer Versammlung aller Schüler; hier werden Schulangelegenheiten wie Sportereignisse und -ergebnisse, Ehrungen und sonstige wichtige Ankündigungen bekanntgegeben. Der Unterricht endet gegen 14:00 Uhr am Nachmittag, nach sechs bis sieben Unterrichtsstunden. Die Bewertungsskala umfasst die Noten A-H, wobei diese jeweils einer erreichten Prozentzahl entsprechen und A die beste ist.
In südafrikanischen Schulen müssen sich die Schüler schon sehr früh auf ein bestimmtes Fachgebiet spezialisieren, was dazu führt, dass ein weniger breites Spektrum an Allgemeinwissen vermittelt wird wir es von unseren Schulen kennen. Häufig wird auch praktisches Wissen vermittelt, wie beispielsweise Nähen oder Arbeitsvorgänge im handwerklichen Bereich, die ihnen für das tägliche Leben unentbehrlich sind. Dies ist sehr von der jeweiligen Schule sowie der kulturellen und sozialen Umgebung abhängig.

In der Oberstufe hast du meistens die Möglichkeit, deine Fächer frei zu wählen. Zudem werden Klassenverbände gebildet, die grundsätzlich bis zum letzten Schuljahr fortbestehen. Generell wird eine Schuluniform getragen, die an jeder Schule etwas anders aussieht.

Unvertraut ist den österreichischen Austauschschülern meist die Art des Zusammenhalts der Schüler einer Schule, sowie der Stolz auf die eigene Schule oder auch die traditionellen Schulveranstaltungen. Es ist beispielsweise normal und verpflichtend, sich an einem Sonnabendnachmittag in Schuluniform das Rugbyspiel der ersten Mannschaft seiner Schule gegen eine andere Schule anzusehen. Um den „Kampfgeist" für bevorstehende Schulwettkämpfe zu wecken, finden an der Schule vorher auch viele spektakuläre Veranstaltungen statt. Die Schulwettkämpfe werden so zum Highlight des Schuljahres und die Begeisterung der Schüler ist unbeschreiblich.

Außerdem spielt Sport eine große Rolle an den Schulen. Fast jedes südafrikanische Schulkind betreibt mindestens eine Sportart vom jüngsten Alter an. Es werden Fußball, Rugby, Kricket, Volleyball, Basketball, Tennis, Schwimmen, etc. nach der Schule angeboten.
Neben den Sportgruppen werden an Schulen auch AGs wie Musikgruppe, Chor, Theater, Diskussionsrunden, Computergruppe u.ä. angeboten. Nachmittagsbeschäftigungen wie Sport oder Arbeitsgruppen werden, neben dem Unterricht, als Bestandteil der Schulerziehung angesehen und sind für dich als Austauschschüler eine gute Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen.

Über das Land

Südafrika grenzt im Norden an Namibia, Botswana und Zimbabwe, im Osten an Mozambique, im Süden an Swasiland und den indischen Ozean und im Westen an den Atlantischen Ozean und den Bergstaat Lesotho.
Südafrika hat neben Pretoria, dem Sitz der Exekutive, genaugenommen noch zwei weitere Hauptstädte: Die Judikative befindet sich in Bloemfontein und die Legislative in Kapstadt.

Generell kann Südafrika in zwei Gebiete eingeteilt werden: Ein Hochlandgebiet im Landesinneren und das Gebiet zwischen dem Hochland und der Küste, das aus Gebirgszügen oder Randstufen, Great Escarpments genannt, besteht.
Es liegt am Rande der Subtropen, was das warme Klima sowie die Trockenheit und den Überfluss an Sonnenschein im Land zur Folge hat. Der Einfluss der beiden Ozeane ist deutlich spürbar, denn es sind die Meeresströmungen, die das Klima mäßigen.

Wasserknappheit ist im Land oft ein großes Problem. Die Niederschläge sind zudem zeitlich unzuverlässig und unvorhersehbar; große Schwankungen sind die Regel. Periodisch wird Südafrika von Dürren heimgesucht, die meistens mit starken Regenfällen und großen Überschwemmungen enden.
Die Temperaturen schwanken in Abhängigkeit der abgeschwächten, aber doch vorhandenen Jahreszeiten. Zusammengefasst ließe sich sagen, dass in Durban, an der Südostküste, die Sommer beispielsweise feucht-heiß (über 32°C) und regenreich sind, die Winter dann etwas kühler (um 16°C) und trocken. In Kapstadt herrscht sehr wechselhaftes Wetter, mit Stürmen, einem regenreichen, manchmal recht kühlen (10-15°C) Winter und warmen trockenen Sommern mit sehr heißen Tagen.

"Die zweite Familie"
Ein unvergessliches Semester
- Mirjam
Mirjam verbrachte mit YFU ein Semester in Südafrika. Im Interview erzählt sie, was ihr Schüleraustausch-Abenteuer so unbeschreiblich gemacht hat.
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