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Johanna

„YOU are an exchange student? Who would have thought?“

Englisch perfektionieren durch Austausch

Johanna erzählt von ihrer Begeisterung für die englische Sprache und wie man sich diese im Austausch am besten aufbaut!
YFU Austria:

Viele Austauschschüler*innen sprechen die Sprache ihres Gastlands zu Beginn ihres Austausches noch nicht. Mit welchen Sprachkenntnissen bist du in deinen Austausch in die USA gefahren? Welche Gedanken und Gefühle hattest du dabei? Wie erging es dir mit diesen Sprachkenntnissen?

Johanna:

Ich hatte seit 5 Jahren Englisch in der Schule und zugegebenermaßen war ich nie schlecht darin. Während meiner Anreise habe ich mir deswegen eigentlich keine Gedanken über eine Sprachbarriere gemacht. In den ersten Wochen kam ich dann erst richtig drauf, wie viele alltäglichen Vokabel ich eigentlich noch nicht gewusst hatte! Die Sprache bereitete mir jedoch auch dann keine Sorgen, da ich schon in den ersten Tagen begann, mir nicht bekannte Wörter zu umschreiben.

Der "International Club" an der Schule. Das Foto zeigt alle AustauschschülerInnen und auch einige amerikanische SchülerInnen, die den Club besuchten.
YFU Austria:

Was ist das Besondere an der Sprache deines Gastlands?

Johanna:

Ich finde, man kann sich auf Englisch so wundervoll ausdrücken! Viel besser als auf Deutsch, was man mir auch heute, lange Zeit nach meinem Austausch noch anmerkt, weil ich oft auf Englisch ausweiche.

YFU Austria:

War es am Anfang schwierig, die Menschen zu verstehen? Dich mitzuteilen? Kannst du uns von einem einprägsamen Erlebnis berichten?

Johanna:

Grundsätzlich habe ich keine Probleme gehabt, die Leute zu verstehen – oft waren es nur kleine, einzelne Wörter die ich noch nicht gekannt hatte, und dann dafür sorgten, dass ich nicht wusste, um was es gerade geht. So etwas passierte in der ersten Woche: Meine Gastmama war dabei ein bestimmtes Reisgericht zu kochen. Das Handy läutete, sie lief ins Wohnzimmer und rief mir zu ich solle den Deckel auf den Reis geben und abdrehen, damit er garen kann. Ich hatte noch nie das Wort lid, also „Deckel“, gehört und habe mich deswegen alibihalber in die Küche gestellt und in allen Töpfen einfach umgerührt, um wie eine große Hilfe auszusehen, und als ob ich wüsste was ich tue. Als sie zurückkam war das Wasser im Reistopf fast ganz verdampft und sie hat sich nicht erklären können warum der Reis trotzdem nicht fertig war. Als ich dann sagte „Well I didn’t do the lid thing – what is that anyways?“, hat sie sehr lachen müssen.

YFU Austria:

Hast du einen Sprachkurs absolviert oder hast du dir die Sprache selbst beigebracht? Welche Erfahrung hast du damit gemacht?

Johanna:

Ich habe keinen Sprachkurs gemacht.

YFU Austria:

Manche Austauschschüler*innen lesen Kinder- oder Märchenbücher, um die Sprache leichter und besser zu lernen. Was hast du getan, um die Sprache schnell zu lernen?

Johanna:

Neben englische Bücher lesen und englische Filme sehen, habe ich mein Handy auf Englisch gestellt und bin deutschsprachigen Seiten auf sozialen Netzwerken entfolgt. So war ich auch, wenn ich alleine war, vollkommen umgeben von der englischen Sprache.

YFU Austria:

Erzähl uns von deinem Schlüsselerlebnis, an dem du gesagt hast - „Ich kann's!“

Johanna:

Ich glaube das war, nachdem ich ca. eineinhalb Monate in den USA gewesen war: Mein Lehrer kam an einem Morgen zu mir und sagte: „Johanna, YOU are an exchange student? Who would have thought? Not me!“ Ich habe mich echt gefreut als er das sagte. In meinen Augen hieß das, dass man keinen starken Akzent mehr raushören konnte, und ich mich wie die anderen SchülerInnen verhielt.

YFU Austria:

Was hat in deinem Fall besonders gut funktioniert? Welchen Tipp kannst du anderen Austauschschüler*innen mit auf den Weg geben, die Sprache leichter und besser zu lernen?

Johanna:

Der allerbeste Weg, nicht nur um die Sprache möglichst schnell zu lernen, sondern auch um sich ein soziales Umfeld aufzubauen, ist bei Clubs, Sportteams oder sich bei jeglichen anderen Schulaktivitäten zu beteiligen! Man lernt unglaublich schnell, unglaublich viele verschiedene Leute kennen, die schnell zu FreundInnen werden. Mit Menschen im gleichen Alter täglich zu tratschen, die Freizeit zu verbringen oder Schulsachen zu machen, hat mir mehr als alles andere geholfen, meine Sprachkenntnisse auszubauen.