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Birgit

Meine schönste Erinnerung

Tradition, Kultur und Familie in Estland

Birgit erzählt vom Leben in einer neuen Familie in einem fremden Land
YFU Austria:

Birgit, welche Erinnerung kommt dir als erste in den Sinn, wenn du an deine Gastfamilie denkst?

Birgit:

Der erste Gedanke sind die Abende, an denen wir immer gemeinsam ferngeschaut haben. Als Familie haben wir oft die Dinge des Alltags gemeinsam getan: Wir sind gemeinsam einkaufen und spazieren gegangen, und ich hab auch mit ihnen gekocht.

Birgit mit anderen YFU-Austauschschülern beim Herbsttreffen in Estland.
YFU Austria:

Verrate uns mehr über deine Gastfamilie! Wie können wir uns deine Gastfamilie vorstellen?

Birgit:

Meine Gastfamilie bestand aus meinen jungen Gasteltern, meinen zwei Gastbrüdern, meiner Gastschwester und unserem Hund. Meine Gastmutter hat nicht gearbeitet, sondern war mit meinem jüngsten Gastbruder zu Hause. Ich habe in einer Wohnung nicht weit weg von Tallinn gewohnt, und meine Schule war zu Fuß nur cirka vier Minuten entfernt.

YFU Austria:

Du hattest Gastgeschwister - erzähle uns doch davon, wie du das Zusammenleben mit ihnen bzw. ohne Geschwister erlebt hast!

Birgit:

Ich hatte drei sehr junge Gastgeschwister. Meine älteste Gastschwester war bei meiner Ankunft sechs Jahre alt und mein jüngster Gastbruder zwei Monate. Für mich war das zuerst wirklich eigenartig, da ich in Österreich einen älteren Bruder habe. Aber ich habe mich eigentlich schnell daran gewöhnt. Außerdem hatte ich richtig viel Spaß mit ihnen zu spielen!
Bei meiner Rückkehr nach Österreich war ich sehr traurig, weil ja kleine Kinder auch noch so schnell wachsen und mir meine Gastfamilie sehr ans Herz gewachsen ist.

YFU Austria:

War für dich schwer in der Familie zu integrieren? Was hast du getan, um das Vertrauen und Zuneigung deiner Familie zu erhalten?

Birgit:

Das Einleben viel mir gar nicht schwer. Ich habe oft mit den Kindern gespielt, oder auch auf sie aufgepasst. Die schönste Erinnerung die ich mit meiner Gastfamilie verbinde ist mein Geburtstag. An diesem Tag ist meine Gastfamilie extra früher aufgestanden ist, um mit mir gemeinsam Kuchen zu essen.

YFU Austria:

Jedes Land und jede Familie haben ihre eigene Traditionen. An welche Tradition oder an welches Fest kannst du dich ganz besonders erinnern und warum?

Birgit:

Das Fest, das mir am meisten in Erinnerung liegt, ist Weihnachten. An diesem Tag hat ein Bekannter meiner Gastfamilie bei uns daheim den Weihnachtsmann gespielt. Das war richtig lustig für mich zu sehen, wie aufgeregt meine Gastgeschwister da waren.

YFU Austria:

Du hast jetzt dein Austauschjahr mit seinen Herausforderungen, Erfahrungen und persönlichen Veränderungen hinter dir. Welche Ratschläge kannst du zukünftigen Austauschschülern mit auf den Weg geben, damit sie schnell in den Alltag und das Familienleben ihrer neuen Familie hineinfinden und sich deren Vertrauen und Zuneigung erwerben?

Birgit:

Seit immer nett, und biete immer Hilfe an, auch wenn es einmal lästig ist oder ihr nicht so gerne helfen wollt. Es kann sein, dass Dinge des Alltags eine ganz tolle Erfahrung werden, sei es jeden Tag beim Kochen mitzuhelfen oder am Wochenende gemeinsam aufzuräumen.

Verkrieche dich nicht in deinem Zimmer! Verbringe soviel Zeit wie möglich mit deiner Gastfamilie!

Erzähle deiner Gastfamilie von dir und lasse dir viel von ihnen erzählen!

Wenn du dich bei deiner Gastfamilie unwohl fühlst, rede darüber und rede mit YFU darüber! Habe keine Angst vor Gastfamilienwechsel, aber du musst auch wirklich versuchen dich einzuleben und mitzumachen! Nur weil dir einzelne Dinge nicht gefallen, ist das noch kein Grund dir einzureden, dass es dir schlecht geht!